Was ist Breitband?

Breitband bezeichnet einen leistungsfähigen Zugang zum Internet, über den große Datenmengen schnell übertragen werden können. Breitbandverbindungen sind heute eine wichtige Grundlage für digitale Anwendungen in Alltag, Wirtschaft, Bildung und Verwaltung.

Eine einheitliche technische Definition von „Breitband“ gibt es nicht. Welche Übertragungsgeschwindigkeit als Breitband gilt, hat sich mit der technischen Entwicklung und den steigenden Anforderungen an Internetverbindungen immer wieder verändert.

Welche Technologien ermöglichen Breitband?

Breitbandanschlüsse können über unterschiedliche Technologien bereitgestellt werden. Dazu gehören:

  • Glasfaser: Glasfaserleitungen ermöglichen sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und geringe Latenzzeiten. Sie gelten als besonders leistungsfähig, nachhaltig und zukunftssicher.
  • Kupfer- und Koaxialkabel: Je nach eingesetzter Technik können auch bestehende Festnetze hohe Datenraten ermöglichen.
  • Mobilfunk: Über Mobilfunknetze wie 4G/LTE und 5G können Daten drahtlos übertragen werden. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt u. a. vom Standort, der Netzauslastung und der verfügbaren Netztechnik ab.
  • Funk- und Satellitenverbindungen: Diese Technologien können dort eine Rolle spielen, wo eine leitungsgebundene Erschließung schwierig oder bislang nicht wirtschaftlich ist.

Breitband, Gigabit und Glasfaser – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden im Alltag häufig ähnlich verwendet, bezeichnen aber nicht dasselbe.

Breitband ist ein Oberbegriff für leistungsfähige Internetzugänge. Gigabitnetze ermöglichen Datenübertragungsraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) und mehr. Glasfaser beschreibt dagegen die Technologie, über die Daten übertragen werden und nicht allein die Geschwindigkeit eines Anschlusses.

Für die Bewertung der Versorgung ist deshalb entscheidend, welche Datenrate an einem konkreten Standort tatsächlich verfügbar ist und über welche Infrastruktur sie bereitgestellt wird.

Warum ist eine leistungsfähige Breitbandversorgung wichtig?

Schnelle und zuverlässige Internetverbindungen sind eine wesentliche Voraussetzung für die digitale Entwicklung. Sie ermöglichen:

  • digitale Arbeits- und Geschäftsmodelle,
  • Homeoffice und mobiles Arbeiten,
  • digitale Bildungsangebote,
  • Telemedizin und digitale Verwaltungsleistungen,
  • Streaming und andere datenintensive Anwendungen,
  • die Vernetzung von Maschinen und Anlagen.

Mit zunehmender Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Netze.

Wie ist die Breitbandversorgung in Niedersachsen und Bremen?

Das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen informiert über die Breitbandversorgung und den Ausbau digitaler Infrastrukturen in beiden Ländern. In unseren Breitbandatlanten können Sie sich einen Überblick über die Versorgung an einem Standort verschaffen.

Breitbandausbau und Förderung

Der Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze erfolgt sowohl eigenwirtschaftlich durch Telekommunikationsunternehmen als auch gefördert durch Bund und Länder. Förderprogramme unterstützen insbesondere den Ausbau in Gebieten, in denen eine eigenwirtschaftliche Erschließung nicht oder nicht vollständig erfolgt.

Das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen berät Kommunen in Niedersachsen und Bremen zum geförderten und eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau und informiert über aktuelle Fördermöglichkeiten.

Geförderter Ausbau von Breitbandinfrastrukturen in Niedersachsen und Bremen

In Niedersachsen übernehmen Landkreise und kreisfreie Städte eine entscheidende Rolle beim Ausbau der Gigabit-Infrastruktur. Die Förderung erfolgt über zwei Modelle:

  • Wirtschaftlichkeitslückenmodell: 27 Landkreise und kreisfreie Städte
  • Betreibermodell: 15 Landkreise und kreisfreie Städte

Breitbandförderung in Niedersachsen und Bremen