Geförderter Glasfaserausbau erreicht Wolfsburgs „Graue Flecken“

In Wolfsburg hat im September 2026 der geförderte Glasfaserausbau in bislang unterversorgten Gebieten begonnen. Rund 3.000 Adressen im Norden und Süden der Stadt werden im Rahmen des Projekts berücksichtigt, für etwa 2.600 davon sind Hausanschlüsse vorgesehen. Insgesamt entstehen rund 117 Kilometer neue Glasfasertrassen.

(Foto: Stadt Wolfsburg)

Spatenstich im Rahmen des geförderten Glasfaserausbaus in Wolfsburg. (Foto: Stadt Wolfsburg)

Ausgebaut wird dort, wo bislang keine ausreichende gigabitfähige Versorgung vorhanden ist und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen erfolgt. Im Norden liegen die Ausbaugebiete u. a. in Wendschott, Brackstedt und Velstove, im Süden in Barnstorf, Hehlingen und der Schleusensiedlung Sülfeld. Weitere kleinere Gebiete kommen hinzu.

„Eine schnelle und stabile Internetverbindung gehört heute für die meisten Menschen selbstverständlich zum Alltag – beim Arbeiten, Lernen, Kommunizieren oder in der Freizeit. Deshalb ist es wichtig, dass auch die bislang schlechter versorgten Gebiete eine verlässliche Perspektive bekommen. Mit dem Ausbau schließen wir bestehende Lücken und schaffen gleichzeitig eine Infrastruktur, von der Wolfsburg langfristig profitieren wird. Im Jahr 2027 wird die ganze Stadt mit schnellem Internet ausgestattet sein “, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. 

Die Bauarbeiten sind auf zwei Ausbaugebiete verteilt. Im Norden errichtet die Kuhlmann Leitungsbau GmbH & Co. KG rund 65 Kilometer Glasfasertrassen, im Süden übernimmt die Christian Punzel Tief- und Straßenbau GmbH weitere rund 52 Kilometer. Die Arbeiten sollen möglichst parallel in den einzelnen Ortschaften beginnen und voraussichtlich rund zehn Monate dauern.

Das Projekt hat ein Volumen von rund 17 Millionen Euro und wird durch Bund und Land Niedersachsen gefördert. Die Stadt Wolfsburg errichtet die Netzinfrastruktur mit Leerrohren, Glasfaserkabeln und Verteilern und bleibt Eigentümerin des Netzes. Für den Betrieb ist die WOBCOM zuständig. Grundsätzlich steht die Infrastruktur auch anderen Telekommunikationsanbietern offen.

Fertiggestellte Teilnetze sollen bereits während der Bauphase schrittweise in Betrieb genommen werden. Der Abschluss der Arbeiten in den beiden Ausbaugebieten ist bis Juli 2027 vorgesehen. Damit sollen weitere Versorgungslücken in Wolfsburg geschlossen werden. Nach Angaben der Stadt können bereits heute mehr als 90 Prozent der Wolfsburger Haushalte einen Glasfaseranschluss buchen.