Letzte Lücken werden geschlossen: Glasfaserausbau in Osnabrück geht in die finale Phase

In der Stadt Osnabrück beginnt die letzte Ausbaustufe des geförderten Glasfaserausbaus: 658 Adressen, für die absehbar kein eigenwirtschaftlicher Ausbau vorgesehen ist, sollen über das Förderprogramm „Gigabit 2.0“ an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Stadt Osnabrück, das Land Niedersachsen, das Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen (BZNB) und die Telekom Anfang August 2026 den Start der Bauarbeiten markiert.

(Foto: GVG Glasfaser)

Start der letzten Ausbaustufe für das schnelle Glasfasernetz in Osnabrück (v. l.): Mathies Adolf von der aconium GmbH als Vertreter für den Bundesfördermittelgeber, Nadine Petermöller und Stefanie Peterwerth, Gigabitkoordinatorinnen der Stadt Osnabrück, Bastian Hiller, Projektleiter des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Niedersachsens Staatssekretär für Wirtschaft, Matthias Wunderling-Weilbier, sowie Peter Richter, Konzernbevollmächtigter Nord der Telekom. (Foto: GVG Glasfaser)

Mit dem geförderten Ausbau sollen auch die bislang verbliebenen Adressen ohne absehbare gigabitfähige Versorgungsperspektive erschlossen werden. „Es ist ein großer Erfolg für den Glasfaserausbau in Osnabrück, dass wir weitere Fördermittel einwerben konnten“, erklärt Stefanie Peterwerth, Gigabitkoordinatorin der Stadt. „Andernfalls wären diese 658 Adressen vom Glasfasernetz abgeschnitten, ohne eine wirkliche Aussicht auf eine künftige Berücksichtigung beim Ausbau.“

Für das Projekt stehen rund sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit 1,5 Millionen Euro, weitere drei Millionen Euro kommen vom Bund. Die verbleibenden 25 Prozent der Kosten trägt die Stadt Osnabrück. Den Zuschlag für die Umsetzung erhielt die Telekom Deutschland GmbH.

„Eine digitale Infrastruktur zählt heute zur modernen Daseinsvorsorge. Deshalb treiben wir als Landesregierung eine flächendeckende und zukunftsfähige Glasfaserversorgung konsequent voran“, sagt Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier . „Ich freue mich, dass wir mit dieser Förderung nun auch die letzten Adressen in der Stadt Osnabrück direkt mit Glasfaser bis ins Gebäude oder in die Wohnung erschließen können. Von einem leistungsfähigen Netz profitieren private Haushalte ebenso wie Unternehmen – und Osnabrück stärkt damit seine Attraktivität als Wirtschaftsstandort.“

Die 658 Adressen verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Im Zuge des Ausbaus sollen u. a. 465 Kilometer Glasfaser und 108 Kilometer Leerrohre verlegt sowie 62 Kabelverzweiger und 15 Hauptverteiler errichtet werden. Bestehende Leerrohrkapazitäten sollen soweit möglich mitgenutzt werden. Geplant ist es, die Bauarbeiten Ende 2027 abzuschließen; die letzte Inbetriebnahme ist für Januar 2028 vorgesehen.

„Gerade die letzten Adressen sind beim Glasfaserausbau häufig die schwierigsten. Umso wichtiger ist es, dass hier mit einer Kombination aus Eigenwirtschaftlichkeit und Förderung eine Lösung gefunden wurde“, erläutert Bastian Hiller, Projektleiter BZNB. „Damit wird auch für diese Adressen eine langfristige Perspektive für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur geschaffen.“

Gemeinsam mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau und weiteren Fördermaßnahmen soll Osnabrück nach Abschluss der laufenden Ausbauprojekte voraussichtlich Ende 2027 flächendeckend gigabitversorgt sein. Rund 99 Prozent der Anschlüsse sollen dann direkt über Glasfaser verfügen.