Landkreis Verden schließt weitere Lücken im Glasfasernetz

Der Glasfaserausbau im Landkreis Verden schreitet weiter voran: In Oyten und Ottersberg haben zwei weitere geförderte Ausbauprojekte begonnen. Während in Oyten im Rahmen des Lückenschlussprogramms 145 Adressen in den Ortsteilen Meyerdamm und Oyterdamm erschlossen werden, profitieren im Flecken Ottersberg rund 1.300 bislang unterversorgte Haushalte vom Ausbau im Zuge der Graue-Flecken-Förderung.

Besonders bemerkenswert ist der Baustart in Oyten: Dort erfolgte der erste offizielle Spatenstich für ein Lückenschlussprojekt in Niedersachsen. Das Programm ergänzt die bisherige Gigabitförderung 2.0 und richtet sich an kleinere unterversorgte Gebiete, die bislang nicht durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau erreicht wurden. Ziel ist es, auch diese letzten Versorgungslücken zu schließen und leistungsfähige Glasfaseranschlüsse verfügbar zu machen.

Umgesetzt werden beide Projekte durch die Breitband Innovationen Nord GmbH (BIN). In Oyten entstehen rund 9,3 Kilometer Tiefbau sowie vier neue Glasfaserverteiler. In Ottersberg – zum Ausbaugebiet von Los 2 zählen Adressen in Otterstedt/Otterstedter See, Fischerhude, Quelkhorn, Posthausen und Grasdorf – werden im Zuge des Ausbaus etwa 76 Kilometer Trasse gebaut und drei weitere Netzverteiler errichtet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis 2027 bzw. 2028 abgeschlossen werden.

Die Finanzierung erfolgt über mehrere Ebenen: Bund, Land Niedersachsen, Landkreis Verden und die beteiligten Kommunen tragen gemeinsam dazu bei, dass auch wirtschaftlich schwer erschließbare Gebiete mit moderner digitaler Infrastruktur versorgt werden können. Grundlage der Förderung ist dabei die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, also der Betrag, der entsteht, wenn die Ausbaukosten die zu erwartenden Einnahmen übersteigen.

„Der Landkreis Verden zeigt mit den aktuellen Projekten, wie wichtig ein abgestimmtes Zusammenspiel aller Beteiligten beim Glasfaserausbau ist. Gerade in kleineren Ortsteilen und ländlich geprägten Bereichen braucht es Förderprogramme und engagierte Partner, um die letzten Versorgungslücken zu schließen“, sagt Bastian Hiller, Projektleiter des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen (BZNB).

Für die betroffenen Eigentümer*innen bietet der geförderte Ausbau die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss kostenfrei bis zum Gebäude zu erhalten. Die Projektpartner empfehlen daher, diese Gelegenheit zu nutzen, solange der Ausbau in den jeweiligen Gebieten läuft.