3,05 Millionen Euro Förderung für Glasfaserausbau auf Spiekeroog

Die Insel Spiekeroog erhält Fördermittel in Höhe von 3,05 Millionen Euro für den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Mit der Unterstützung durch Bund, Land und Kommune sollen bislang unterversorgte Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen an ein gigabitfähiges Netz angeschlossen werden. Am 12. März 2026 wurde der Förderbescheid nun offiziell durch Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne übergeben.

(Foto: Landkreis Wittmund / Anne Ballschmieter)

(v. l.:) Landrat Holger Heymann, Wiebke Börgmann (Fachbereichsleitung Personal und Kreisentwicklung Landkreis Wittmund), Karin Emken (MdL), Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und Patrick Kösters (Bürgermeister Spiekeroog). (Foto: Landkreis Wittmund / Anne Ballschmieter)

Eine Besonderheit des Projekts ist die erhöhte Förderquote des Landes Niedersachsen für die notwendige Seekabelverbindung zum Festland. Aufgrund der aufwendigen technischen Anforderungen beteiligt sich das Land hier ausnahmsweise mit 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, während für den übrigen Ausbau der reguläre Fördersatz von 25 Prozent gilt. Zusammen mit der Förderung des Bundes in Höhe von 50 Prozent werden rund 82 Prozent der Gesamtkosten getragen, der kommunale Eigenanteil liegt bei etwa 18 Prozent.

„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und gute Lebensbedingungen – gerade auch in ländlichen und touristisch geprägten Regionen. Mit dem Glasfaserausbau auf Spiekeroog schließen wir bestehende Versorgungslücken und stärken den Standort nachhaltig“, erklärte Wirtschaftsminister Tonne.

Landrat Holger Heymann betonte die Bedeutung des Projekts für die Inselregion: „Gute Lebensbedingungen und wirtschaftliche Chancen müssen überall erreichbar sein – auch auf unseren Inseln. Mit dem Glasfaserausbau investieren wir nicht nur in Leitungen, sondern in die Zukunftsfähigkeit der Insel als attraktiven Lebens- und Urlaubsort.“ Zugleich hob er hervor, dass die erhöhte Förderung für die aufwendige Seekabelverlegung ein entscheidender Faktor für die Umsetzung sei.

Auch Spiekeroogs Bürgermeister Patrick Kösters sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Schritt für die langfristige Entwicklung der Insel: „Für eine Insel wie Spiekeroog ist eine leistungsfähige Glasfaseranbindung kein Luxus, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Lebens- und Wirtschaftsstandortes.“

Der Ausbau erfolgt im Rahmen der sogenannten Graue-Flecken-Förderung von Bund und Ländern. Gefördert werden dabei Gebiete, in denen derzeit Bandbreiten von weniger als 100 Mbit/s verfügbar sind und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau angekündigt wurde. Nach Abschluss der Maßnahme wird erwartet, dass Spiekeroog weitgehend mit gigabitfähiger Infrastruktur versorgt ist. Damit sollen die Voraussetzungen für eine stabile digitale Anbindung und eine langfristige Stärkung des Wirtschafts- und Lebensstandortes geschaffen werden.