Landkreis Osnabrück und Netzbetreiber stimmen weiteren Mobilfunkausbau ab

Um die Mobilfunkversorgung im Kreisgebiet nachhaltig zu stärken, hat der Landkreis Osnabrück gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen im Februar 2026 zu einem Abstimmungsgespräch mit den Mobilfunkanbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica geladen. Hintergrund des Austauschs sind die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur, nach denen bis zum Jahr 2030 eine Mobilfunkabdeckung von 99,5 Prozent der Fläche erreicht werden soll.

(Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert)

Vereinbarten den Schulterschluss für eine bessere Mobilfunkversorgung (v. l.): Jörg Borm (Telefonica), Dirk Ebrecht (Vodafone), Landrätin Anna Kebschull, Stefan Kaul (American Towers), Thomas Fannasch (Deutsche Telekom) sowie die Bürgermeister Tobias Avermann (Bad Laer), Erik Ballmeyer (Ostercappeln) und Christoph Trame (Samtgemeinde Neuenkirchen). (Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert)

Um dieses Ziel zu erreichen, sind zusätzliche Standorte erforderlich. Derzeit befinden sich im Landkreis Osnabrück rund 20 neue Mobilfunkstandorte in der Umsetzung. „Wir sind insgesamt auf einem sehr guten Weg, aber es muss uns möglichst kurzfristig gelingen, auch die restlichen Funklöcher in unserem Landkreis zu schließen“, erklärte Landrätin Kebschull.

Da es für den Mobilfunkausbau – anders als beim Breitbandausbau – kein eigenes Förderprogramm gibt, haben Landkreis und Kommunen den Unternehmen weitere Unterstützung zugesagt. Dazu gehören u. a. die Bereitstellung geeigneter Flächen, Hilfe bei der Standortsuche sowie die Begleitung von Genehmigungsverfahren. Auch die Anbindung neuer Funkmasten an das geförderte Glasfasernetz soll den Ausbau erleichtern.

Neben grundsätzlichen Fragen hinsichtlich des Ausbaus wurden auch konkrete Versorgungsprobleme in einzelnen Orten besprochen. Es wird darauf abgezielt, die bestehenden Versorgungslücken möglichst zeitnah zu schließen. Landkreis, Kommunen und Netzbetreiber haben zudem vereinbart, den Austausch regelmäßig fortzusetzen, um den Fortschritt beim Ausbau zu begleiten und aktuelle Handlungsbedarfe frühzeitig abzustimmen.