Förderbescheid für Glasfaserausbau auf Spiekeroog übergeben

Mitte Januar 2026 hat der Landkreis Wittmund den Förderbescheid für den Glasfaserausbau auf der Nordseeinsel Spiekeroog erhalten. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin durch Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger an den Ersten Kreisrat Uwe Cassens. Das Förderprojekt ist eines von insgesamt 536 bewilligten Projekten des Förderaufrufs 2025 des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Ziel ist der Aufbau eines Gigabitnetzes, das langfristig betrieben werden und allen Haushalten sowie Betrieben auf der Insel zur Verfügung stehen soll.

Für den Ausbau bewilligt der Bund eine nicht rückzahlbare Förderung in vorläufiger Höhe von bis zu 4,75 Millionen Euro. Die Gemeinde Spiekeroog hat beschlossen, rund 850.000 Euro aufzubringen. Das Land Niedersachsen beabsichtigt ebenfalls, das Projekt zu fördern; ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 9,5 Millionen Euro geschätzt.

Spiekeroog ist derzeit die einzige ostfriesische Insel ohne direkte, kabelgebundene Glasfaseranbindung an das Festland. Geplant ist die Verlegung eines rund neun Kilometer langen Seekabels durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Aufgrund der besonderen geografischen Lage sowie der technischen und genehmigungsrechtlichen Anforderungen zählt das Vorhaben zu den anspruchsvollsten Glasfaserprojekten in Niedersachsen.

Der Landkreis Wittmund hat das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Spiekeroog über mehrere Jahre vorbereitet. Eine eigenwirtschaftliche Umsetzung galt aufgrund der hohen Investitionskosten als nicht realistisch, sodass eine Förderung Voraussetzung für die Realisierung war. Mit dem Förderbescheid beginnt nun die Umsetzungsphase; der Bewilligungszeitraum läuft bis April 2028.