Breitbandgipfel Niedersachsen–Bremen 2025: Starkes Signal für die digitale Zukunft der Region

Wie steht es um die digitale Infrastruktur in Niedersachsen und Bremen – und welche Schritte sind als Nächstes nötig? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des 15. Breitbandgipfels Niedersachsen–Bremen, zu dem am 3. November 2025 rund 220 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck zusammenkamen. Die Veranstaltung bot erneut eine wichtige Plattform, um aktuelle Entwicklungen im Glasfaser- und Mobilfunkausbau zu beleuchten und gemeinsame Strategien für die kommenden Jahre zu diskutieren.

Landrat Bernd Lütjen (Landkreis Osterholz) eröffnete den Gipfel mit klaren Worten: „Seit unserem letzten Breitbandgipfel ist wieder viel passiert. Im gesamten Land sind die Ausbauprojekte weiter vorangeschritten, die Zahl gigabitfähiger Anschlüsse wächst stetig und dennoch wissen wir alle: Die letzten Lücken sind die schwierigsten. Gerade in abgelegenen Gebieten braucht es kreative Förderansätze oder technologische Alternativen über Funklösungen, wo ein Ausbau zu Land finanziell nicht tragfähig ist.“

Es folgten Grußworte von Hans-Georg Tschupke, Leiter der Abteilung „Innovation, Industrie, Digitalisierung“ der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation des Landes Bremen, sowie von Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. „Der flächendeckende Ausbau digitaler Infrastrukturen ist keine Frage des Komforts, sondern eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stärke, zukunftsfähige Regionen sowie gesellschaftliche Teilhabe. Unser Ziel ist klar: Wir wollen jedes Dorf, jede Straße, jede Adresse anschließen, damit digitale Chancen nicht an Landesgrenzen oder Ortsausfahrten enden“, so Tonne.

Im weiteren Verlauf standen Fachvorträge zu aktuellen Themen im Mittelpunkt – von den Vorhaben des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) über Fragen der Mobilfunkversorgung bis hin zum aktuellen Stand des Glasfaserausbaus in der Region. So sind in Niedersachsen mittlerweile für 63 Prozent und in Bremen für 62 Prozent aller Haushalte Glasfaseranschlüsse verfügbar. Damit liegen beide Bundesländer deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 40 Prozent.

Kupfer-Glasfaser-Migration als Zukunftsthema

Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem bevorstehenden Technologiewechsel von Kupfer- zu Glasfasernetzen, der in den kommenden Jahren Millionen Haushalte betreffen wird. Daniel Richter (BMDS) stellte hierzu Eckpunkte für ein Gesamtkonzept zur Kupfer-Glas-Migration vor. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass der Wechsel nicht nur technische, sondern auch kommunikative Herausforderungen birgt, die alle Akteure frühzeitig gemeinsam angehen müssen.

Bastian Hiller, Projektleiter des BZNB, zog ein positives Fazit: „Der Breitbandgipfel zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft ist. Nur gemeinsam können wir die letzten Hürden beim Ausbau nehmen und dafür sorgen, dass die digitale Infrastruktur dort ankommt, wo sie gebraucht wird – flächendeckend und zukunftssicher.“

Hier finden Sie die Präsentationen der Referent*innen sowie Impressionen der Veranstaltung.