Glasfaserausbau in Braunschweig: Bald keine „weißen Flecken“ mehr

Im geförderten Glasfaserausbau der kreisfreien Stadt Braunschweig geht es voran: Seit April 2024 werden im Auftrag der Stadt rund 430 unterversorgte Adressen („weiße Flecken“) erschlossen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 6,6 Millionen Euro wird zu 50 Prozent vom Bund sowie zu jeweils 25 Prozent vom Land Niedersachsen und der Stadt Braunschweig finanziert.

(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

Schon bald gebe es keine „weißen Flecken" mehr in Braunschweig, sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum bei einem Vor-Ort-Termin in Thune, an dem auch Vertreter*innen der Telekom sowie Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa teilnahmen. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

Nach Angaben der Stadt sind bereits über 80 Prozent der geförderten Anschlüsse gelegt. Damit könnten die sogenannten „weißen Flecken“, also Adressen mit weniger als 30 Mbit/s im Download, in absehbarer Zeit vollständig verschwinden.

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum erklärte bei einem Vor-Ort-Termin in Thune: „Der Glasfaserausbau ist ein zukunftsweisender Schritt, der unsere Stadt fit für die digitale und vernetzte Welt macht. Wir sind schon sehr weit, der Großteil der Haushalte und Unternehmen hat bereits einen Zugang zu schnellen Glasfaserleitungen für schnelles Internet. Wir wollen schnellstmöglich ein flächendeckendes Glasfasernetz in Braunschweig. Deshalb hoffe ich, dass nun auch der eigenwirtschaftliche Ausbau weiter aktiv vorangetrieben wird.“

Auch für die Wirtschaft bringt das Projekt Vorteile. Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa hob die Bedeutung des geförderten Ausbaus für die Braunschweiger Unternehmen in den förderfähigen Gewerbegebieten, die rund die Hälfte aller Förderadressen ausmachen, hervor: „Die bisher unterversorgten Adressen verfügen nun über einen schnellen Glasfaserzugang, der ihre Wettbewerbsfähigkeiten deutlich verbessert und Braunschweig auch für weitere Unternehmensansiedlungen interessant macht.“

Auch die Telekom verweist auf die Tragweite des Projekts für den Wirtschafts- und Wohnstandort Braunschweig. Peter Richter, Konzernbevollmächtigter für die Region Nord: „Wir haben in Braunschweig im Eigenausbau bereits 105.000 Haushalte und Unternehmensstandorte mit Glasfaser ausgebaut. […] Wer seine Zustimmung für den Hausanschluss seiner Immobilie bisher nicht gegeben hat, kann das jetzt nachholen. Sonst kommt die Glasfaser nicht ins Haus, sondern führt lediglich daran vorbei.“

Die Telekom plant, die Bauarbeiten bis zum zweiten Quartal 2026 abzuschließen. Dazu gehören auch noch offene Trassenarbeiten, bspw. an der Bevenroder Straße, der Celler Heerstraße und der Ebertallee. Aufwendige Verlegungen unter Bahn- oder Autobahnstrecken sowie über Privatgrundstücke können dabei längere Planungs- und Genehmigungsphasen nach sich ziehen.

Weitere Informationen zum Glasfaserausbau in Braunschweig: www.braunschweig.de/breitbandausbau