Mobilfunk-Messwoche liefert wichtige Erkenntnisse – auch in Niedersachsen und Bremen

Vom 26. Mai bis 1. Juni 2025 fand erstmals eine bundesweite Mobilfunkmesswoche statt. Ziel der Aktion, die von der Bundesnetzagentur gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen initiiert wurde, war es, durch Messungen von Nutzer*innen ein realistisches Bild der tatsächlichen Mobilfunkversorgung in Deutschland zu erhalten. Mehr als 150.000 Menschen beteiligten sich aktiv an der Aktion.

Insgesamt konnten rund 145 Millionen neue Messpunkte generiert werden. Der Großteil davon entfiel auf 4G- und 5G-Verbindungen (rund 98 Prozent). Lediglich etwas mehr als ein Prozent der Punkte zeigte ausschließlich eine 2G-Verbindung und unter einem Prozent der Messungen wiesen auf keinerlei Netzversorgung hin.

Niedersachsen: Hohe Beteiligung und detaillierte Datenlage

Besonders aktiv zeigten sich Nutzer*innen in Niedersachsen: Hier wurden im Rahmen der Messwoche rund 17,5 Millionen Messpunkte erfasst. Auch hier dominieren 4G (ca. 50 Prozent) und 5G (ca. 48 Prozent) die Messergebnisse. Während rund 1 Prozent ausschließlich 2G-Verbindungen zeigte, wurden nur in 0,63 Prozent der Fälle gar kein Netz festgestellt. Schwächen zeigten sich v. a. in topografisch anspruchsvollen Regionen wie dem Harz, dem Solling oder dem Weserbergland.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne: „Die enorme Beteiligung an der Messwoche macht deutlich, welchen Stellenwert eine stabile Mobilfunkversorgung für die Menschen im Alltag hat. Die gewonnenen Daten sind ein wertvolles Instrument, um den weiteren Ausbau in Niedersachsen gezielt dort voranzutreiben, wo Nachholbedarf besteht.“

Das Land Niedersachsen plant, die Ergebnisse gemeinsam mit Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur in die weitere Ausbauplanung einfließen zu lassen – mit dem Ziel, bestehende Versorgungslücken nachhaltig zu schließen.

Bremen: Starke 5G-Abdeckung, kaum Funklöcher

In Bremen wurden rund 608.000 Messpunkte innerhalb der Aktionswoche registriert. Etwa 61 Prozent der Messungen entfielen auf 5G, weitere 38 Prozent auf 4G. Lediglich 0,44 Prozent zeigten ausschließlich 2G-Versorgung, während nur in 0,07 Prozent der Fälle gar kein Empfang festgestellt wurde – ein erfreulich niedriger Wert.

Im bundesweiten Vergleich liegt Bremen mit seinem 5G-Anteil unter den Spitzenregionen – nur Hamburg und Berlin wiesen noch höhere Werte auf. Die Auswertung bestätigt: Die Hansestadt verfügt über eine gut ausgebaute Mobilfunkinfrastruktur.

Daten fließen in Funklochkarte und Ausbauplanung ein

Die übermittelten Messdaten werden anonymisiert in die interaktive Funklochkarte der Bundesnetzagentur eingepflegt, die regelmäßig aktualisiert wird. Zudem dienen die Ergebnisse dem Abgleich mit den Angaben der Netzbetreiber im Rahmen des Mobilfunk-Monitorings.

Grafiken und regionale Auswertungen bis auf Landkreis- und Gemeindeebene können hier eingesehen werden.