Förderungen zur 5G Erprobung gehen nach Niedersachsen und Bremen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Gewinner des 5G Innovationswettbewerbs bekannt gegeben.

Symbolbild 5G

Laut Presseberichten wurden insgesamt 138 Konzepte eingereicht und 68 Gewinner ausgewählt, die jeweils mit bis zu 100.000€ gefördert werden. Aus Niedersachsen und Bremen wurden 12 Anträge eingereicht, deren Konzepte zur Erprobung innovativer 5G-Mobilfunkanwendungen überzeugen konnten und gefördert werden.Zu diesen Konzepten gehört auch ein gemeinschaftlicher Antrag der Landkreise Cuxhaven, Osterholz und des Landes Bremen. Weiterhin gehören die Landkreise Cloppenburg, Lüchow-Dannenberg, Emsland, Göttingen, Grafschaft Bentheim, Harburg, Northeim, Uelzen, Wolfenbüttel und die Stadt Hannover zu den Kommunen, die Konzepte zur Erprobung von 5G Anwendungen mit Fördermitteln ausarbeiten dürfen. Der Fokus der Anträge ist vielfältig und reicht von Smart Farming über Gesundheit und Logistik bis hin zu smarter Produktion.

„Wir freuen uns über die zahlreichen Gewinner aus Niedersachen und Bremen. Die vielen Fördermittel die in unsere Region gehen, zeigen die hohe Innovationskraft und den Willen zur Digitalisierung“, so Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen. Beyersdorff nimmt außerdem Bezug auf eine weitere Förderung: „Es steht fest, dass die konkrete Erprobung von 5G Anwendungen in Niedersachsen stattfinden wird. Dazu wird in der Region Braunschweig-Wolfsburg ein 5G-Reallabor eingerichtet.

“Dieses 5G-Reallabor wird mit 12 Millionen Euro gefördert. Gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen erhält das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) einen Förderbescheid für den Aufbau eines offenen 5G-Reallabors. Der Bescheid wurde am 5. Dezember 2019 vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, in Berlin übergeben.

Im Schwerpunktbereich Mobilität untersucht das DLR drei Anwendungsfälle: Straße, Schiene und Luft. Das Institut für Verkehrssystemtechnik erforscht dabei für den Schienenverkehr einen ferngesteuerten Bahnbetrieb über 5G-Mobilfunk. Im Straßenverkehr wird die Rettungsmobilität mit Unterstützung durch eine harmonisierte Ampelschaltung sowie die Bildung einer Rettungsgasse mit vernetzten und automatisierten Fahrzeugen optimiert. Auch unbemannte Luftfahrzeuge spielen in dem neuen 5G-Reallabor eine Rolle. Hier arbeiten die DLR-Institute für Flugführung, für Verkehrssystemtechnik und für Flugsystemtechnik an der Integration von Drohnen in den Luftraum. Die Fernsteuerung von Rettungsdrohnen über 5G unterstützt die Aufklärung und Absicherung von Unfallstellen in Vernetzung mit dem Straßenverkehr.

Die Forschungsvorhaben starten noch 2019 und werden Ende 2022 abgeschlossen sein. Unterstützt wird das 5G-Reallabor vom Land Niedersachsen, dem Amt für regionale Landesentwicklung, den Städten Braunschweig und Wolfsburg sowie der Volkswagen AG.